"Die Bibel ist ein zeitloses Maß für eine maßlose Zeit."

 

 

 

 

 

 

 

Carl Schroth

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Danke                                                                              1 Thessalonicher 5, 16-18

 

Herr, ich will dir täglich danken,

für den Aufschnitt und das Brot.

Für den Kaffee, den ich trinke,

für mein Dasein ohne Not.

 

Danke für den Strom, die Heizung,

danke, dass ich duschen kann,

danke für die viele Technik

und für den, der sie ersann.

 

Danke für das Obst, Gemüse,

danke für den Überfluss,

danke für das gute Wasser,

das ich nicht weit holen muss.

 

Danke für das Auto, Smartphone,

für das Ohr am Puls der Zeit,

danke für den Lohn der Arbeit,

danke für den Trost bei Leid.

 

Danke für die Luft zum Atmen,

für den Arzt, der Krankheit heilt,

danke für die Nächstenliebe,

die mit uns ein Helfer teilt.

 

Danke Herr, für weiche Betten,

für den Schlaf und für die Nacht,

danke Herr, dass auch bei Tage,

deine Liebe uns bewacht.

 

Danke für die Zeit des Friedens,

dass wir hier so sicher sind,

danke für die Chance der Bildung,

die es gibt für jedes Kind.

 

Danke Herr, wir dürfen zeigen,

dass wir deine Diener sind,

dass wir nicht Verfolgung leiden,

wie so manches Gotteskind.

 

Danke Herr, für die Gemeinde,

danke Herr, für die Geduld

danke, denn wir sind gerettet,

ganz egal, wie groß die Schuld.

 

Danke Herr, dass ich den Armen,

von dem Reichtum geben kann,

danke Herr, ich bin gesegnet,

dass mein Leben hier begann.

 

Danke Herr, für Haus und Garten,

danke Herr, für unser Land,

danke Herr, für´s Augen öffnen,

über unseren Tellerrand.

 

Danke für Familie, Freunde,

lasst uns täglich Zeugnis sein.

Jesus ähnlicher zu werden,

sei das Streben ganz allein.

 

Danke Herr, für deine Worte,

aus der Bibel jeden Tag,

dass wir uns nicht sorgen müssen,

was wohl morgen kommen mag.

 

Danke Herr, für alle Menschen,

jeder Mensch ein Unikat,

danke Herr, dass Engel jubeln,

wenn ein Mensch folgt deinem Pfad.

 

Danke Herr, für unsere Rettung,

dort am Kreuz auf Golgatha.

Danke Jesus, unser Leben,

sei dein Lobpreis immerdar.

 

 

 

 

Der neue Bund                                                                      Markus 16 1-20

 

Die Haare jedes Menschen hast einzeln du gezählt.

Als Zeichen deiner Liebe ein Volk dir auserwählt.

Die Pflanzen, alle Blumen, in wunderschöner Pracht,

hast du den Kindern Gottes als Gabe dargebracht.

Die Berge und die Täler schufst du mit leichter Hand,

die Meere und die Flüsse, den heißen Wüstensand.

Die Sonne und die Sterne am weiten Himmelszelt

beweisen jedem Menschen, nur du erschufst die Welt.

Du bist der Gott der Treue, liebst jedes Menschenkind,

doch Macht und Gier und Lüste, die machten Menschen blind.

So sandtest du uns Jesus für deinen neuen Bund,

er starb für unsere Sünden und tat die Botschaft kund:

„Ich bin das Brot des Lebens, ich bin das Licht der Welt,

der Weg und auch die Wahrheit, das Wort, das ewig zählt.

Ich bringe euch den Frieden und die Gerechtigkeit,

wer mich ins Leben bittet, der hat die Ewigkeit!„

Am Kreuz ist er gestorben, doch in der Osternacht,

hat er uns Kindern Gottes den neuen Bund gebracht.

Besiegt sind Tod und Teufel, getilgt die Sündenschuld,

wir dürfen auferstehen durch Gottes große Huld.

 

 

Steht auf                                                                                        Sprüche 6, 9

 

Steht auf, beginnt für die zu beten,

die andere mit Füßen treten.

Steht auf, ihr Christen in den Ländern,

nur ihr könnt es zum Guten ändern.

Steht auf und öffnet eure Hände,

bringt dieser Welt die wahre Wende.

Steht auf, bringt Menschen Gottes Gnade,

zeigt allen Jesu Liebespfade.

Steht auf und seid das "Salz und Licht",

wie Jesus in der Bibel spricht.

Steht auf und weist auf Golgatha,

auf das, was dort für uns geschah.

Steht auf und kämpft für alle Schwachen,

um diese Welt gerecht zu machen.

Steht auf, erhebt die faulen Glieder,

schlaft nicht, kommt Jesus plötzlich wieder.

Steht auf, gebt keinen Mensch verloren,

zeigt allen: Ich bin Neugeboren.

Steht auf und lauft nicht mit der Herde,

bringt Jesus Botschaft um die Erde.

Steht auf, setzt Gott an erste Stelle

und werdet selbst zur Liebesquelle.

Steht auf, seid Zeugen für das Heil,

das allen wurde einst zuteil,

die alles Jesus übergeben

und so das wahre Leben leben.

 

Bettroulette                                                                                   Matthäus 6, 25-34

 

Es legt ein Mensch erschöpft sich hin,

nach gutem Schlaf steht ihm der Sinn.

Er schließt die Augen, deckt sich zu,

denkt: So, für heute ist nun Ruh ´.

 

Doch kaum fällt er in leichten Schlummer,

schleicht sich heran des Tages Kummer.

Es folgen viele schwarze Zwerge,

die ihm servieren Sorgenberge.

 

Der Mensch wälzt sich im Bett herum,

seufzt vor sich hin und leidet stumm,

dreht sich wie´s Huhn am Hähnchengrill,

doch die Gedanken steh´n nicht still.

 

Jetzt läuft ihm auch noch seine Nase,

kaum putzt er sie, drückt ihn die Blase.

Er gibt dem Drücken lieber nach ...

Zurück im Bett ist er hellwach.

 

Brennt auf dem Clo jetzt noch das Licht?

Der Mensch steht auf, er weiß es nicht,

trinkt ein Glas Wasser, geht zu Bett

und schon bohrt er das nächste Brett.

 

Ob wohl die Renten sicher sind?

Was bringt die Zukunft für mein Kind?

Hab ich den Herd wohl ausgeschaltet?

Wie wird mein Aktienfond verwaltet?

 

Wieso der Hund wohl Durchfall hat?

Wann kommt die Abrechnung der Stadt?

Verzichtet Kim-Jong-Un auf Bomben?

Was war´n in Mathe noch mal Rhomben?

 

Wird Deutschland die WM gewinnen?

Warum lobt PISA nur die Finnen?

Wann war nochmal der Hochzeitstag?

War wohl der Kaffee heut´ zu stark?

 

Ganz viele Menschen in viel Betten

versuchen nachts die Welt zu retten

und schaffen kaum, vor lauter drehen,

den nächsten Tag zu überstehen.

 

Geplagt von Sorgen und von Nöten

beginnt der Mensch zuletzt zu beten.

Und Gott, der sich um jeden sorgt, sagt:

"Deine Zeit ist nur geborgt!

 

Nicht eine Stunde kann im Leben,

die Sorge dir an Zeit mehr geben.

Ich bin für dich der sichere Hafen..."

Der Mensch ist sofort eingeschlafen!

 

  

Unheimlicher Besuch                                                                   Psalm 90

 

Einst stand der Tod vor meiner Tür.

Ich fragte ihn: "Was willst du hier"?

"Dich holen, deine Zeit ist um",

so sprach er und blieb danach stumm.

 

"Ach gib mir noch ein wenig Zeit,

ich bin noch nicht so recht bereit",

versuchte ich mit ihm zu handeln,

um seinen Auftrag umzuwandeln.

 

"Ich habe noch kein Haus gebaut,

mich noch mit keiner Frau getraut,

will doch noch leben und genießen

und sehen, wie die Kinder sprießen.

 

Ich möchte viele Reisen machen

und feiern, tanzen, singen, lachen,

will Ruhm erlangen und viel Ehre,

Besitz anhäufen durch Karriere".

 

Der Tod sprach: "Heut erlischt dein Licht,

dein Jammern, nein, das hilft dir nicht,

wer auf die falschen Werte setzt,

lebt nur im Hier und stirbt im Jetzt.

 

Der schwimmt niemals im Liebesmeer,

hat Konto voll, doch Seele leer.

Man darf was haben, das ist richtig,

der Umgang damit aber wichtig".

 

"Dann bitte, lass mich doch versuchen,

mein Seelenkonto voll zu buchen,

zu lieben, helfen, trösten, teilen

und Schwachen stets zur Hilfe eilen".

 

So bat ich voller Angst und Not,

mit Inbrunst den Gevatter Tod.

"Zu spät", so sprach der Tod genervt,

"die Sense ist bereits geschärft.

 

Hör endlich auf mit dem Gebettel"

und schaute noch mal auf den Zettel.

"Entschuldigung", so sprach er dann,

"ich musste ja nach nebenan.

 

Es tut mir leid für deinen Kummer,

ich irrte mich wohl in der Nummer.

Das kommt bei Greisen schon mal vor,

verzeihe einem alten Tor".

 

Bin schweißgebadet aufgewacht

nach dieser wahren Horrornacht.

Seit jenem Traum ist mein Bestreben,

vom Tod das Leben her zu leben.

 

Den Wert des Tages zu erkennen,

für Jesus wahre Botschaft brennen,

ein Licht zu sein in dieser Welt,

die Gott in seinen Händen hält.

 

Geht zu allen Völkern...                                                               Matthäus 28, 19

 

Ein Mensch hält inne mit dem Streben

durch einen Schicksalsschlag im Leben,

bemerkt, egal, wie er es wendet,

dass auch sein Dasein sicher endet.

 

Er schaut auf seinen Reichtum hin,

dem momentanen Lebenssinn,

erkennt, wie es einst jedem geht:

Wie´s Sandkorn wird er weggeweht.

 

Was nützt ihm dann sein großes Haus?

Für Lebensleistung der Applaus?

Was bleibt von seiner Traumkarriere,

gibt man ihm einst die letzte Ehre?

 

Selbst auf dem Friedhof seine Leiche,

im Abschnitt für besonders Reiche,

mit einem Grabstein, groß und schwer,

bringt ihm am Ende gar nichts mehr.

 

Auch der Bolide, den er fährt,

verliert auf einmal seinen Wert.

Sein Herz ist leer, die Seele weint,

von tausend Götzen angeleint.

 

So schaut er sich sinnierend um

und registriert erschrocken, stumm,

in nicht mal hundertdreißig Jahren,

ist jeder hier ins Grab gefahren.

 

Nicht einen, derer, die jetzt leben,

wird es auf dieser Welt noch geben.

Was bleibt? So fragt der Mensch voll Trauer.

Da bricht ein Spalt in seine Mauer.

 

Er wird besucht von einem Christ,

der voller Hoffnung, Freude ist.

Das hat sein kaltes Herz berührt,

zu Jesus Christus ihn geführt.

 

Nach schweren Zeiten noch genesen,

bekam der Mensch ein neues Wesen

und lebte froh nach der Bekehrung,

zu Gottes Ruhm und der Verehrung.

 

Es prüfe sich ein jeder nun:

Was kann ich für den Nächsten tun?

Sei Werkzeug in der Gotteshand,

er hat uns seinen Sohn gesandt.

 

Erzähle Menschen von der Gnade

und zeige ihnen Rettungspfade.

Schick jeden Bettler in der Not,

zu Jesus, nur bei ihm ist Brot.

 

Auf Golgatha gab er sein Leben,

um uns die Sünden zu vergeben.

Trag diese Botschaft in die Welt,

die Satan in den Händen hält.

 

Tust du das Werk zu Gottes Ehre,

damit es seine Jünger mehre,

darfst du ein Gotteskind dich nennen

und Jesus wird dich einst erkennen.

 

Steht du nach Tod vor dem Gericht,

dann zählen deine Sünden nicht,

denn Jesus spricht dich dort gerecht,

sagt: "Gut gemacht, du treuer Knecht"!

 

Ich war hungrig...                                                                         Matthäus 25, 31-46

 

Knarrend öffnet sich die Tür.

Mancher denkt: "Was will der hier".

Schüchtern kommt herein ein Mann,

hat nur alte Lumpen an.

Schon lässt mich das Glück im Stich,

denn er setzt sich neben mich,

reicht mir grüßend seine Hand

und ich rücke an den Rand.

Armut kennt man nur von Ferne,

hat man neben sich nicht gerne.

Voller Scham seh ich es ein,

Christ muss man auch mit Taten sein.

Der Wecker ließ den Traum dann enden,

es blieb mir nur ein Bild von Händen,

mit Wunden, wie von Nagelspitzen,

des Menschen, der bei mir wollt´ sitzen.

 

Wie die Liebe wächst                                                                   Galater 6, 22-23

 

Liebe wächst in Zweisamkeit durch viele zarte Zeichen.

Liebe wächst, wo Menschen sich verzeihend Hände reichen.

Liebe wächst, wenn nach dem Krieg die Völker Frieden lernen.

Liebe wächst, verrosten dann die Panzer nutzlos in Kasernen.

Liebe wächst, nimmst du dir Zeit zum Spielen mit den Kindern.

Liebe wächst, wenn zwei, schon alt, gemeinsam überwintern.

Liebe wächst, wenn alles stirbt, was Egoismus heißt.

Liebe wächst, wenn dann die Welt nicht um sich selbst nur kreist.

Liebe wächst, wenn Alt und Jung gemeinsam Wege suchen.

Liebe wächst, kriegt jeder Mensch ein Stück vom großen Kuchen.

Liebe wächst, wird Trost gespendet, denen die still trauern.

Liebe wächst, reicht man sich Hände über hohe Mauern.

Liebe wächst, wenn Menschen nicht mehr nach der Farbe fragen.

Liebe wächst, gewinnt das "Wir" statt "Ich an allen Tagen.

Liebe wächst, wenn Kinder nicht mehr ausgebeutet werden.

Liebe wächst, steht überall ein Essen auf den Herden.

Liebe wächst, wenn man bekennt: "Es tut mir wirklich leid".

Liebe wächst, sind Menschen dann zum Neuanfang bereit.

Liebe wächst, wenn auf der Welt die Waffen endlich schweigen.

Liebe wächst, wenn Jesus Jünger Wege dazu zeigen.

Liebe wächst, durch einen Blick, durch Lächeln und Umarmen.

Liebe wächst, zeigt man den Schwächsten Mitleid und Erbarmen.

Liebe wächst, wo Güte herrscht und Menschen sich vertrauen.

Liebe wächst, bist du bereit auf Gottes Wort zu bauen.

Liebe wächst, wenn jeder will, ein Stückchen Tag für Tag.

Liebe wächst, wenn man sie sucht, vom Kreißsaal bis zum Sarg.

Liebe wächst, stehst du dem Nächsten bei im Leid.

Liebe ist, was jeder braucht, beim Weg durch seine Zeit.

Liebe wächst, kommt Gottes Geist hinein ins Leben.

Liebe wächst, weil er uns lehrt, sie anderen zu geben.

Liebe wächst, wenn man sie sät und täglich sorgsam pflegt.

Liebe wächst, wenn man sein Herz in Jesus Hände legt.

 

 

 

Was bleibt?                                                                            Apostelgeschichte 4, 12                      

 

Was bleibt, wenn Frieden in der Welt

dem Hass und Krieg zum Opfer fällt? 

Was bleibt, wenn in des Lebens Licht 

die Dunkelheit der Krankheit bricht? 

Was bleibt, wenn man auf Menschen setzt, 

von einem zu dem anderen hetzt? 

Was bleibt, wenn die Karriere stirbt 

und selbst erdachtes Glück verdirbt? 

Was bleibt, wenn Alter Menschen quält 

und nur noch Schönheit, Jugend zählt?

Was bleibt, glaubt man der Werbung List, 

dass nur Konsum das Größte ist? 

Was bleibt, wenn Liebe auf der Welt, 

zur Ware wird, verkauft für Geld? 

Was bleibt, wenn in sozialer Welt 

nur noch die Macht der Medien zählt? 

Was bleibt, wenn sich ein Treueschwur

entpuppt als leere Worte nur?

Was bleibt, wird man durch Lust und Drogen

um wahren Lebenssinn betrogen?

Was bleibt, wenn Mensch Natur zerstört

und nicht der Erde Seufzer hört?

Was bleibt, wenn früh man insistiert

und Ungeborene aussortiert?

Was bleibt, häuft man nur Reichtum an,

der Leben nicht verlängern kann?

Es bleibt nur Jesus, Mensch und Gott,

der hilft, egal wie groß die Not.

Sprich ein Gebet und er ist da,

er starb für dich auf Golgatha.

Er ist der Weg, die Wahrheit, Leben,

nur er kann dir Errettung geben.

Dein altes Leben wird zerbrochen,

die Schuldvergebung dir versprochen.

Ein Gotteskind darfst du dich nennen,

lernst Gottes ganze Fülle kennen.

 Und gehst du einst den letzten Weg,

ist Jesus dir der Himmelssteg,

aus Gnade hat er dich befreit,

trug alle Sünden, alles Leid.

So schenke Jesus nur das Herz,

dann wächst dein Leben himmelwärts. 

 

 

 

 

Retter                                                                                       Römer 3, 21-31

 

Du bist der Fels auf den ich baue,

du bist der König dieser Welt.

Du bist der Gott, dem ich vertraue,

wenn auf mein Leben Schatten fällt.

Du bist der Anfang und das Ende,

im Dunkel leuchtet hell dein Licht.

Du schenkst uns Hoffnung und Vertrauen,

wenn uns´re Welt in Stücke bricht.

Du bist der Retter und Erlöser,

du trugst ans Kreuz der Menschen Schuld.

Du lässt uns täglich neu beginnen,

bist voller Güte und Geduld.

Du bist die Sanftmut und die Treue,

du bist der Anker in der Zeit.

Du Schöpfer dieser schönen Erde

trugst alle Schuld und alles Leid.

Du schufst die Sonne und die Sterne,

genialer Schöpfer der Natur,

du bist der Herr des Universums,

in allem sieht man deine Spur.

Du bist die Hand, die hilft im Elend,

du bist das Herz, das willig gibt.

Du bist der Geber neuen Lebens,

du bist der Gott, der Schwache liebt.

Du bist der Anwalt aller Sünder,

trugst willig aller Menschheit Schuld.

Du nimmst den an, der darum bittet,

unendlich schenkst du neue Huld.

Du bist als König auferstanden,

nahmst Tod den Stachel und die Macht

und hast die Menschen, die dir folgen,

auf Golgatha neu rein gemacht.

Du hast den Heiligen Geist gesendet,

wir preisen dich und beten an.

Wir wollen Zeugnis davon geben,

dass niemand sonst uns retten kann.

Komm Jesus Christus, in mein Leben,

ich lege dieses vor dich hin.

Ich danke dir für deine Gnade,

für neue Seele, Geist und Sinn.  

 

 

 

Jesus 24/7                                                                                Matthäus 6, 26

 

Täglich lasst uns froh genießen,

wie Wunder durch das Leben fließen.

Täglich lasst uns danach streben,

von den Wundern abzugeben.

Täglich lasst uns fröhlich lachen

und uns nicht nur Sorgen machen.

Täglich lasst uns dankbar sein,

für Regen und für Sonnenschein.

Täglich lasst uns lauthals preisen,

den, der uns beschenkt mit Speisen.

Täglich lasst uns Zeugnis geben,

dass wir gern in Frieden leben.

Täglich lasst uns den bekennen,

auf den wir uns verlassen können.

Täglich lasst uns Freiheit loben

und das hier nicht Kriege toben.

Täglich lasst uns Glück verteilen,

statt durchs Leben nur zu eilen.

Täglich lasst uns Liebe schenken,

statt mit Hass und Zorn zu kränken.

Täglich 24/7 wollen wir wie Jesus lieben.

 

 

 

 

 

Heiligen-Schein                                                        Lukas 6, 38

 

Herr W. saß in der Kirchenbank,

bei einer Predigt, fromm und lang,

sang Lobpreislieder, dass es schallt´,

voll Inbrunst und mit Urgewalt.

Vor Nächstenliebe troff die Seele,

war auch das Knien ein Gequäle,

es schmolzen betend ihm dahin,

die Missgunst, Geiz und böser Sinn.

Die Emotionen, die das weckte,

die hielten nur bis zur Kollekte,

denn W. fiel voller Schrecken ein,

im Portemonnaie war nur ein Schein.

Der Zwanziger dort in den Falten

ließ seine Liebe rasch erkalten,

er wollte gerne Geber sein,

doch nicht in Form von einem Schein!

Der Opferkorb ging durch die Reihen,

Herr W. bat Gott ihm zu verzeihen:

Zu teilen sei zwar Christenziel,

doch zwanzig Euro arg zu viel!

Der Knopftrick ging ihm durch Gedanken,

doch wies er ihn rasch in die Schranken,

die Jacke, zu Herrn W.`s Verdruss,

die hatte einen Reißverschluss.

So tauchte er die leere Hand

in jenen Korb, der vor ihm stand

und hoffte, niemand merkte dies,

dass er nur Luft daraus entließ.

Herr W., bereits am selben Abend,

mit Freunden sich beim Bier erlabend,

der schmiss zur vorgerückten Stunde

schon seine dritte Kneipenrunde

und siehe da, der große Schein,

noch in der Kirche schwer wie Stein,

der schwebte aus dem schwarzen Leder,

als sei er leicht wie eine Feder.

 

 

 

 

 

Der Fall                                                                            Matthäus 26, 69-75

 

Gestern küsste mich der Himmel,

mich den herzensguten Mann

und ein Streben und ein Sehnen

rührte meine Seele an.

Für den Frieden, für die Liebe,

wollte ich ein Zeugnis sein,

für das Teilen und Verschenken

leuchten wie der Sonnenschein.

Doch der Tag, der darauf folgte,

war ein Tag voll Ärger nur,

vom Elan des frühen Morgens

blieb nicht mal die kleinste Spur.

So viel Schlechtes, soviel Scheitern

war die Summe an dem Tag

und der gut gemeinte Vorsatz

lag am Abend tot im Sarg.

Danke, Gott, für helle Lichter,

die du mir im Dunkel bist

und dass Jesus für uns Sünder

dort am Kreuz gestorben ist.

Gestern küsste mich der Himmel,

mich den herzensguten Mann,

Gott sprach in mein Scheitern tröstend:

„Morgen fängst du wieder an.“

 

 

 

 

 

Selig sind…                                                         Matthäus 5, 1-11

  

Selig sind, die Mitleid haben, sich nicht nur am Ego laben.

 

Selig sind, die selber denken, sich dem Zeitgeist nicht verschenken.

 

Selig sind, die Hände reichen, die nicht gehen über Leichen.

 

Selig sind, die Frieden wagen, die nicht rächen, morden, schlagen.

 

Selig sind, die Reinheit lieben, die nicht frönen dunklen Trieben.

 

Selig sind, die nicht nur nicken, in die andere Richtung blicken.

 

Selig sind, die selbstlos leben, nicht nach Spitzenplätzen streben.

 

Selig sind, die Umkehr wagen, die nach Sinn des Daseins fragen.

 

Selig sind, die Liebe geben und nach Jesus Vorbild leben.

 

Selig sind, die geben kund: Herr, dein Wort macht uns gesund!

 

 

 

 

 

Kainsmal                                              1. Mose 4, 1-16                   

 

Blutrot treiben dichte Nebel, nehmen Unschuld jede Sicht.

Manchmal locken helle Flecke, doch sie sind des Brandes Licht.

Zwischen Trümmern und Ruinen weint ein Kind vor Schmerz und Not,

grausam lachen Machthyänen, bringen Unglück, Leid und Tod.

Eiskalt schickt man die Raketen, rächt sich um der Rache Zweck,

niemals trifft man die Tyrannen, nur die Armen dort im Dreck.

Gut behütet sitzt der Führer, demonstriert, was Stärke ist,

leer sind die Verhandlungstische, weil der Tod viel schneller frisst.

Mütter klagen um die Kinder, Väter sterben im Gefecht,

Töten reagiert mit töten, schwingt sich über Völkerrecht.

Wieder einmal töten Menschen, von Despoten eingesetzt,

vorher lebte man im Frieden, hasst nun, ethnisch aufgehetzt.

Jeder Tote ist ein Schicksal, jeder Mensch nur einmal da,

doch den Mächtigen der Erde geht ein Leben nicht sehr nah.

Bomben, Terror und Granaten, hinter Blasphemie versteckt,

schenkt dem Bösen reichlich Ernte, die Begehrlichkeiten weckt.

Erdenschiff im Pulvernebel, Tod steht bleich am Ruder,

zornig tönt es aus dem Himmel: „Kain, wo ist dein Bruder“?

 

 

 

 

 

Herbst des Lebens                                                         Sprüche 16, 31

 

Wer weise ist, trägt graue Haare,

sie sind des Lebensherbstes Kron´.

Ein Sandkorn sind wir nur auf Erden,

kaum da und bald vergangen schon.

 

Der Stein, der wunderschöne runde,

wird durch die Stürme erst geformt,

auf Gipfel und durch Täler geht man,

es gibt kein Leben glücksgenormt.

 

Denn wo das Licht ist, fällt auch Schatten,

so ist es nun mal auf der Welt,

die Menschen, die sich niemals sorgten,

sind wohl an einer Hand gezählt.

 

Mit Gott als Wurzel eines Lebens,

vergehen Hader, Neid und Stolz,

denn Gott lässt Lebensbäume sprießen

und schenkt im Alter schönstes Holz.

 

Die Reise ist nicht immer leicht,

schau auf die schönen Seiten,

dann wird der Blick ins Lebensbuch

dir Freude oft bereiten.

 

Tagtäglich fröhlich weitergehen,

gelingt dem Menschen dieses Glück,

dann wirft ihn auch im Herbst des Lebens

der Sturm nicht einmal nur zurück.

 

Geborgenheit, Vertrauen, Liebe,

mit Jesus gehen, Schritt für Schritt,

schenkt auch im Alter ganz viel Wärme

und Gott gibt gerne Kohlen mit.

 

Zufriedenheit kehrt täglich ein

und ruft Gott aus der Ferne,

dann stimmst du voller Frieden zu

und sagst: „Ich komme gerne!“

 

 

 

Wenn Jesus in das Leben kommt…                            Matthäus 8, 23-27

 

Wenn Sturm das Boot zum Kentern bringt,

kann Gott dir Rettung zeigen,

denn Jesus hebt nur seinen Arm

und bringt den Wind zum Schweigen.

Wenn Leid und Trauer Gäste sind,

dann rufe nach dem Herrn,

Trost hat uns Jesus zugesagt,

er hat die Schwächsten gern.

Wenn Krankheit dich zum Zweifeln bringt,

dann strecke aus die Hand,

zu Jesus, der die Heilung ist

berühre sein  Gewand.

Wenn Einsamkeit dein Herz zerfrisst,

dann bringe Gott dein Leid,

denn Jesus hört dir gerne zu,

hat immer für dich Zeit.

Wenn Hass und Zorn die Seele quält,

schwer auf dir liegt wie Blei,

dann gib´ es nur an Jesus ab,

er macht die Seele frei.

Wenn Leben dir zur Bürde wird,

die Welt zum Trümmerfeld,

dann schmiege dich in Jesus Hand,

weil er dich immer hält.

Wenn Schuld auf deinem Leben liegt,

befreie dich davon,

bring´ sie zum Kreuz auf Golgatha,

leg sie vor Gottes Sohn.

Wenn keine Hoffnung in dir ist,

dann lese Gottes Wort,

es bringt dir Zuversicht und Heil

nimmt alles Dunkle fort.

Wenn Suchen dich an Grenzen bringt,

dann greife endlich zu,

denn Jesus wartet schon auf dich,

er fragt: „Was fürchtest du“?

Wenn Jesus in dein Leben kommt

Macht Leben endlich Sinn.

Dann wirst du neue Kreatur,

dann sagst du froh: „Ich bin“!

 

 

 

 

Frühbucher                                                                   Johannes 14, 1-3

 

Ich träumte, ich saß auf der Friedhofbank

und lauschte dem herrlichen Vogelgesang.

Ich spürte das Weichen von Hetze und Last,

bei jenen, dort ruhend, ich Mensch voller Hast.
 

Ich träumte, ich hörte in Bäumen ein Rauschen,

ein Bitten, den Worten der Toten zu lauschen.

Ich las auf den Steinen zwischen den Zeilen,

was bringt denn der Reichtum, das Gieren, das Eilen?  

 

Ich träumte, ich hörte die Stimme, die sagt:

„Ach hätten wir vorher zu sprechen gewagt.“

Ich hörte sie sagen, dort bei der Rast:

„So viele Chancen und alle verpasst.“  

 

Ich träumte, ich könnte noch Liebe ausgießen,

wo Blumen verwelken und Unkräuter sprießen.

Ich sah auf Gräbern so manches Licht,

warum nur leuchtet im Leben es nicht?  

 

Ich spürte Verzeihen und spätes Erbarmen,

für die, die nie lernten, ein Kind zu umarmen.

Ich spürte Vergebung und innere Ruhe

und stellte mich in der Verstorbenen Schuhe.  

 

Ich träumte, ich fand so Heilung und Frieden,

mit jenen, die wortlos, verbittert verschieden.

Ich hörte die Stimme von Gott zärtlich sagen:

„Ich war immer bei dir an sämtlichen Tagen“.  

 

Ich träumte davon, wenn ich einst ginge,

ich könnte verlassen, die Menschen, die Dinge,

weil ich im Leben das Beste versuchte

und früh bei Jesus die Wohnung schon buchte.

 

 

 

 

 

Zeit der Stille                                                                  Offenbarung 21, 1-5

 

Tod, du stiller Weggefährte,

machst die Menschen hilflos, stumm.

Nimmst Rücksicht nicht auf Stand und Werte,

drehst nach Geburt die Sanduhr um.

 

Wirst mediale Massenware,

nach dem nächsten Werbespot

und apathisch durch die Jahre

ganz steril zum Fernsehtod.

 

Zwischen Hetzen, Eilen, Schaffen,

bleibt für dich wohl keine Zeit,

schlägst du zu mit deinen Waffen,

ist der Mensch fast nie bereit.

 

Du beendest unser Leben,

doch das ist nicht interessant,

all´ das Können, all´ das Streben,

stoppst du mit der Knochenhand.

 

Wirst versteckt und wirst gemieden,

Beachtung wird dir nicht geschenkt,

dein Kontakt, der wird verschwiegen,

wird verleugnet und verdrängt.  

 

Ob obdachlos, Nobelpreisträger,

ob alt, ob jung, ob mittendrin,

bist rücksichtslos, ein Menschenjäger,

fragst nicht nach Zeitpunkt oder Sinn.  

 

Hör den Rat, mein Menschenkind,

weil wir doch alle endlich sind:

Gib Gott dein Leben, tu das Gute,

denk an das Ziel der Lebensroute.

 

Der Weg, damit du nie vergisst,

wie wunderbar das Leben ist.

Was vorher dir noch wehgetan,

verkommt zur Nichtigkeit sodann.  

 

Du wichstest neu dein Leben um,

du preist den Herrn, bleibst nicht mehr stumm.

Kein Sturm bringt dich so schnell ins Wanken,

lernst täglich neu dem Schöpfer danken.

 

Wirst Frieden mit dir selber finden,

den Tod ins Leben mit einbinden.

Du lernst die Trauer zu begleiten,

wirst Tröster in den Tränenzeiten.

 

Wenn man dich braucht, dann sieht man dich,

bist wahr und ehrlich mitmenschlich,

bringst Hoffnung, die die Menschen stützt,

fragst nicht, was es denn dir wohl nützt.

 

Und gehst du selbst den letzten Weg,

ist Jesus dir der sichre Steg,

er nimmt dich liebend bei der Hand,

er führt dich ins verheißene Land.

 

 

 

 

 

Jesus rettet                                               Matthäus 5, 38-40

 

Das Vakuum in Menschenseelen, wird oft mit Sucht gefüllt,

doch Alkohol und Sex und Drogen, sind nichts, was Sehnsucht stillt.

Der Mensch weiß tief in seinem Herzen, es gibt im Leben mehr,

als trinken, essen, konsumieren und Seelen, kalt und leer.

 

Stark spürt er eine große Sehnsucht, nach dem, was Sinn ergibt,

sucht lebenslang nach einem Wesen, das ihn unendlich liebt.

Verirrt sich in den Weltenlehren, rennt falschen Göttern nach,

wird von der Wahrheit ferngehalten, die Jesus Christus sprach.

 

Wo Hass ist, predigt er die Liebe, wo Trauer ist, verheißt er Trost,

heilt jede noch so schwarze Seele, in der des Bösen Wahnsinn tost.

Die Letzten setzt er an die Spitze, befreit von Sünde, Schuld und Leid,

hält dem, der um das Kleid ihn bittet, den Mantel gerne auch bereit.

 

Er geht mit Menschen alle Wege, wer klopft, dem öffnet er die Tür,

den neuen Bund hat er geschaffen, den Kreuzestod starb er dafür.

„Komm in mein Leben, Jesus Christus, nimm alle Schuld von mir“, 

sprich diese Worte ehrlich bittend, schon öffnet sich die Himmelstür.

 

 

 

Glaubensbaum                                                        Psalm 25

 

In meinem Seelengarten

da blüht ein Glaubensbaum.

Er steht dort schon sehr lange,

doch trotzdem wächst er kaum.

Mal trägt er viele Früchte,

mal ist die Ernte klein

und schütteln ihn auch Stürme

ganz geht er niemals ein.

Der Grund sind starke Wurzeln

voll gottgegebener Kraft

sie holen aus dem Erdreich

geweihten Lebenssaft.

In meinem Seelengarten

da wächst der Glaubensbaum

und manchmal, wenn ich schlafe,

schickt Gott mir einen Traum.

Das jener Baum des Glaubens

viel Ableger gebiert

und wenn er einst vertrocknet

zur Bank für Menschen wird,

die sich bei jedem Wetter,

egal ob warm, ob kalt,

von Gott berühren lassen

in seinem Glaubenswald.

 

 

 

 

 

Ist Gott tot?                                                                           1. Timotheus 4, 1-4

 

 

 

Die Blumen und die Pflanzen flüstern dir: „Ich bin hier“.

Die Tiere aller Arten flüstern dir: „Ich bin hier“.

Die Berge und die Täler flüstern dir: „Ich bin hier“.

Der Himmel und die Erde flüstern dir: „Ich bin hier“.

Die Meere, Seen, Flüsse, flüstern dir: „Ich bin hier“.

Sonne, Mond und Sterne flüstern dir: „Ich bin hier“.

Die neugeborenen Menschen flüstern dir: „Ich bin hier“.

Das ganze Universum flüstert dir: „Ich bin hier“,

Dein Anfang und dein Ende flüstert dir: „Ich bin hier“.

Nur Zeitgeistgurus, Blender säen Not, sie flüstern:

„Gott ist tot“.

 

 

 

 

 

Balken im Auge                                                                                                     Matthäus 7, 3-5

 

 

Ein Mensch entdeckt zu seinem Schrecken

 

bei anderen ganz viele Flecken.

 

Das nahm ihm die Erkenntnis weg:

 

Er selbst war auch ein großer Fleck.

 

 

 

Lebensabend?                                                                                                           Jakobus 1, 27

 

Einsam sitzt sie in der Wohnung

und ihr Freund der heißt TV.

Leben bringt er ihr ins Zimmer,

sie kennt jeden Film genau.

Doch den Arm um ihre Schulter,

der ihr manche Tage fehlt,

kann ihr bester Freund nicht legen,

wenn die Einsamkeit sie quält.

Er ist da, wenn sie ihn braucht,

denn nur er schenkt ihr noch Zeit,

bringt die Welt in ihre Wohnung,

zeigt ihr Freude, Trauer, Leid.

Denn er ist das Tor zum Leben,

in der Stille ihrer Welt,

bringt ihr kalte Pseudowärme,

die sie täglich aufrecht hält.

Alte Menschen ohne Lobby,

abgeschoben und allein,

werden für uns junge Menschen

Spiegelbild der Zukunft sein.

Darum öffne Herz und Hände,

spende etwas deiner Zeit,

schenke das, was du für dich wünschst,

denn dein Altsein ist nicht weit.

 

 
 

 

Ich will…                                                                                  2. Korinther 12, 9-10

 

 

Ein Fels will ich sein,

der hinter dir steht,

an den du dich lehnst,

wenn gar nichts mehr geht.

Ein Baum will ich sein,

mit starkem Geäst,

mit Blattwerk, das Regen

nicht durchkommen lässt.

Ein Stern will ich sein,

der leuchtet und führt,

wenn Dunkel und Trauer

die Seele berührt.

Ein Feld will ich sein,

das Blumen dir schenkt,

das Blicke auf Schönheit

der Schöpfung umlenkt.

Ein Mensch will ich sein,

wie Gott ihn gemeint,

der nicht so oft strauchelt

und Hand reicht dem Feind.   

So viel will ich sein

und bin es oft nicht,

dann trage ich Scheitern

vor Jesus, mein Licht.

 

 

 

 

 

Neue Kreatur                                                                              Johannes 3, 3

  

Was war dir wichtig und was nicht?

Was war im Dunkel und was im Licht?

Wem warst du Freund in schwerer Zeit?

Warst du zum Helfen stets bereit?

 

Wo hinterlässt du eine Spur?

Durch Güter und sie jagen nur?

Wie denkt man einst an dich zurück?

An einen Menschen, randvoll mit Glück?

 

Wird man an deinem Grabe stehen

und Auferstehung leuchten sehen?

Weiß man auf deinem letzten Gang,

er war ein Segen, lebenslang?

 

Nun Mensch, bedenk´ gelegentlich,

das Leben ist ein Bindestrich,

der einst auf deinem Grabstein steht,

wenn deine Zeit zu Ende geht.

 

Verbreite Freude, Lebenslust,

bekämpfe Hader, Streit und Frust,

verkünde Menschen Gottes Wort,

dann kommst du einst an jenen Ort,

den Jesus uns verheißen hat:

die neue goldene Himmelsstadt!

 

 

 

 

Zurück zu den Wurzeln                                                       Matthäus 3, 13-17

 

Die Botschaft Gottes wird zerlegt,

zerstampft, verstümmelt und zersägt.

Es streiten um das wahre Wort

sich Theologen immerfort.

Was letztlich zu dem Zustand führt,

der kleine Mann ist ganz verwirrt.

Die hoch studierten Kirchenleute

erhaschen damit kaum noch Beute.

Nur Gott macht meistens nicht viel Worte,

tut heut´ noch Wunder alter Sorte:

Auf einen Mensch sank eine Taube,

der sprach zwei Worte nur: „Ich glaube.“

 

 

 

 

 

Herzensraum                                                                             Sprüche 4, 23  

 

Im Herzen ist ein kleiner Raum

voll Wärme, Liebe, Glück.

Dorthin sehnt sich in dunkler Zeit

ein jeder Mensch zurück.  

 

Dort hängen Bilder an der Wand

von längst vergangenen Tagen,

an denen Freude, Frieden, Glück,

am Wegesrande lagen.  

 

Dort hängen Bilder an der Wand

von Menschen, die wir trafen,

die unvergessen und geliebt

den Todesschlaf schon schlafen.  

 

Dort hängen Bilder an der Wand

voll farbenfroher Pracht

aus der die pralle Lebenslust

und helle Sonne lacht.  

 

Dort hängen Bilder an der Wand

aus Zeiten voller Licht,

die zaubern dir in dunkler Zeit

ein Lächeln ins Gesicht.  

 

Dort wohnt ein Geist, ein heiliger

und streichelt dich von innen,

treibt mühelos den Schmerz, das Leid,

mit sanfter Hand von hinnen.  

 

Man findet Hoffnung, Frieden, Zeit,

man findet Trost und Mut,

am Eingang steht voll Güte Gott,

er sagt: „ Ich bin dir gut.“

 

 

 

 

Was wenn doch?                                                                                     1.Mose 1,  1-2,4
   

Ratlos lebt der Mensch auf Erden,

möchte aufgeklärt einst werden.

Stammt er aus der Sternenherde

oder aus dem Staub der Erde?

Kam er einst an Land gekrochen,

nach der Zeit als Meeresrochen?

Oder ließ er sich begaffen,

zwischenzeitlich zwischen Affen?

Wieso passt auf Erden alles?

Nur durch Zufall eines Knalles?

Wer hat Raum und Zeit erschaffen?

Warum Hass und soviel Waffen?

Wer schuf Lauf von Nächten, Tagen?

Wie begann das Herz zu schlagen?

Wer sagt Pflanzen die erblühen,

sich im Herbst zurückzuziehen?

Sollte sich der Mensch vermehren,

wenn die Leben sinnlos wären?

Wie kommt Böses auf die Welt?

Warum Kampf um Macht und Geld?

Die Erkenntnis ist wohl kläglich.

Irrte Darwin sich womöglich?

Sind wir doch im All allein?

Was wird nach dem Tod wohl sein?

Voller Rätsel scheint das Leben.

Oder sollt´ es Gott doch geben?

 

 

 

 

Am letzten Tag                                                                         2. Korinther 5, 10-21

 

Ein Engel nahm mich bei der Hand,

flog mit mir in ein fernes Land.

Von Weiten tönte Ach und Weh

aus einem blutig roten See.

Es war der See der falschen Siege,

gefüllt mit Opferblut der Kriege

und jene, die laut klagend schwammen,

die führte Mordlust dort zusammen.

Ein jeder da, der Krieg geführt,

von Leid und Elend unberührt,

ertrank, wenn seine Kraft nachließ

und man ihn unter Wasser stieß.

Doch bald schon wurde er erweckt

und wieder in den See gesteckt.

Die Hölle hielt ihn dort gefangen

in ewiglichem Todesbangen.

Der Engel nahm mich bei der Hand

und führte mich ins nächste Land.

Dort herrschte Nebel alle Zeit,

man sah nicht einen Meter weit.

Dort hörte man die Menschen irren

und Satans Ketten leise klirren,

der sich an jenen Qualen freute,

der Menschen, die rein gar nichts reute.

Sie wandern dort für alle Zeiten,

durch nebeltrübe, kalte Weiten

und niemals hört ihr Wandern auf,

das ist der Bösen Höllenlauf.

Der Engel nahm mich bei der Hand

und führte mich ins letzte Land.

Dort herrschte Sanftmut und Erbarmen,

für alle Opfer, alle Armen.

Dort saß im Saal mit goldnen Wänden,

mit Wunden an den Füßen, Händen,

Sohn Gottes, Jesus, auf dem Thron

und zahlte den Gerechten Lohn.

 

 

 

Gottes Plan                                                                1. Thessalonicher 5, 16-18

 

Ein Blümlein steht am Wegesrand,

schenkt Schönheit dieser Welt.

Es steht dort nur für einen Tag,

weil es nicht länger hält.

 

Am nächsten Morgen stirbt es schon,

hat seinen Sinn erfüllt,

in diesem Blümlein hat uns Gott

den Lebensplan enthüllt.

 

Wie Blumen soll der Mensch

der Welt auch Schönheit, Liebe bringen

und Jubellieder, wie die Vögel,

auf den Schöpfer singen.  

 

Wir haben selber in der Hand

uns täglich zu entscheiden,

denn leben wir mit Liebe nicht,

dann bringt das Dasein Leiden.

 

Ein Herz, in Ketten festgezurrt,

die Macht und Geld sich nennen,

lernt nie den wirklich wahren Wert

des Menschen Freiheit kennen.

 

Ein Blümlein steht am Wegesrand,

es soll uns leben lehren

und jeden Tag, den Gott uns schenkt

zu danken und verehren.

 

 

 

Im Schneckenhaus                                                                      Psalm 146, 9

 

In einem kleinen Gartenstaat,
da lebte zwischen Kopfsalat,
im Schutze einer großen Hecke,
voll Wonne eine fette Schnecke.
Allein, von Pflanzen nur umgeben,
galt dem Genuss ihr ganzes Leben.
Sie nahm von allem nur das Beste
und hinterließ ein Beet voll Reste.
An einem wunderschönen Tag,
als faul sie in der Sonne lag,
kam in ihr kleines Königreich,
zwar andersfarbig, doch sonst gleich,
ein weiteres nettes Schneckentier,
mit Hunger und Salatgespür.
So ist das Leben wohl bisweilen,
wer Vieles hat, der sollte teilen.
Die Kunde von dem Wundergarten,
die lockte Schnecken aller Arten.
Es war genug für alle da,
doch Schnecke eins, die sah Gefahr.
Ihr ging es ab sofort ganz schlecht,
sie fand das Leben ungerecht,
doch war sie heut´ wie gestern satt,
was sie vor Wut vergessen hat.
Ihr Leben schien ihr nun verdorben,
vor Selbstmitleid ist sie gestorben.
Auch Menschen geht es manchmal so,
nur Materielles macht sie froh.
Geht es mal einen Schritt zurück,
zerbricht ihr ganzes Lebensglück.

 

 

 

 

 

Atheist               -                  Christ                                         

 

 

 

 

 

 

 

Geboren            -                  Geboren

 

 

 

 

 

 

 

gefroren            -                  gefroren

 

 

 

 

 

 

 

geliebt                -                  geliebt

 

 

 

 

 

 

 

getrübt               -                  getrübt

 

 

 

 

 

 

 

gelebt                 -                   gelebt

 

 

 

 

 

 

 

gestrebt             -                  gestrebt

 

 

 

 

 

 

 

gegangen           -                 gegangen

 

 

 

 

 

 

 

vergangen   -         angefangen

 

 

 

 

 

 

Schöpfer                                                                                       1. Mose 2,7

 

 

Ein Mensch nimmt einen Klumpen Ton

und legt ihn vor sich hin,

doch formt er diesen Klumpen nicht,

dann bleibt er ohne Sinn.

 

Ein Mensch nimmt sich ein Stückchen Holz

und legt es vor sich hin,

doch formt er dieses Holzstück nicht,

dann bleibt es ohne Sinn.

 

Ein Mensch nimmt sich ein Stück Metall

und legt es vor sich hin,

doch schmiedet er das Eisen nicht,

dann bleibt es ohne Sinn.

 

Aus Lehm erweckte Gott den Mensch

und blieb ihm immer treu,

wie sich ein Leben auch verformt,

Gott macht es gerne neu.

 

Er formt den Menschen durch die Zeit,

die er auf Erden steht,

durch Freude, Trauer, Lachen, Leid,

bevor er wieder geht.

 

Nicht einem wird die Ewigkeit

im Paradies geraubt,

der heute und den Rest der Zeit

an Jesus Christus glaubt.

 

 

 

  

Scheiterhaufen                                                                              2. Korinther 12, 9-10         

 

Ein Mensch, der selber Christ sich nennt

und morgens noch vor Liebe brennt,

stellt fest, nicht gerade zum Erheitern,

des Menschen Welt ist voller Scheitern.  

 

Der Arbeitsweg macht keinen Spaß,

es ist schon knapp, der Mensch gibt Gas.

Es ist zwar sonnig, klar und hell,

doch trotzdem blitzt es plötzlich grell.  

 

Der Mensch, der ziemlich zornig ist,

(doch dass gehört sich nicht als  Christ),

kann einen frommen Sieg verbuchen,

denn er verhindert, laut zu fluchen.  

 

Dann kommt er bei der Arbeit an,

steht ohne Pause seinen Mann,

nichts klappt, der Chef wird auch noch laut,

kurzum der Tag ist schwer versaut.

 

Beim Heimweg, Wetter, Stimmung grau,

steht er zwei Stunden lang im Stau.

Zum Überfluss platzt ihm ein Reifen,

das lässt den Mensch zum Gröbsten greifen.  

 

Er flucht und schimpft laut vor sich hin,

nichts Gutes mehr in seinem Sinn.

Wenn ihm noch schief kommt irgendwer,

dann macht er dem das Leben schwer.  

 

Zu Hause dann, zu später Stund´,

begrüßt ihn freudevoll sein Hund.

Er wedelt glücklich mit dem Schwanz,

vollführt den reinsten Freudentanz.  

 

Der Mensch bat Gott an diesem Abend,

bei einem Tässchen Tee sich labend:

Herr mache mich in dieser Welt,

zu dem, für den mein Hund mich hält! 

 

 

 

 
 

Dankgebet                                                                                            Psalm 9, 2

 

Herr, ich danke dir:

Für jeden Tag des Lebens,

für Möglichkeit des Gebens,

für Kinder wunderbar,

für aller Menschen Schar,

für wärmen unserer Herzen,

für Linderung der Schmerzen,

für Liebe statt zu hassen,

für Tiere aller Rassen,

für tragen unserer Schuld,

für ewige Geduld,

für deine wahren Worte,

für Pflanzen jeder Sorte,

für alle guten Hände,

für Hoffnung ohne Ende,

für das, was war und ist,

sei Dank dir Jesus Christ.

 

 

Frühling                                                                                               Psalm 118, 24

 

Ein Sehnen wird den Menschen inne,

betört sind Seelen, Herzen, Sinne,

ganz zart beginnt das Grün zu sprießen,

den Hauch des Lebens auszugießen.

 

Ob Kind, ob Greis, ob Mittelalter,

ob Fisch, ob Kuh, Zitronenfalter,

zum Aufbruch drängen Kreaturen,

beim dritten Schlag der Jahresuhren.

 

Was trübe war, wird langsam heller,

der Mensch kommt aus dem Winterkeller,

schenkt neu Beachtung vielen Dingen,

die sonst an ihm vorübergingen.

 

Er singt, wie Vögel, frohe Lieder,

steht auf und trimmt die müden Glieder,

dreht sein Gesicht zum Sonnenschein,

putzt Seele, Wohnung blitzblank rein.

 

Schenkt jedem froh ein Frühlingslächeln,

lässt sich vom milden Wind umfächeln,

wird, was wir äußerst selten sind:

Ein liebevolles Gotteskind.